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Samstag, 15. Mai 2010

Gamestar und PDF

Da bin ich mal wieder - nach langer Zeit - für eine kurze Zwischenmeldung.
Zum einen ist ein neuer Artikel von mir in der Gamestar erschienen. Unter der Überschrift "Spiel vs. Wirklichkeit" habe ich einige unveröffentlichte Ergebnisse zum Thema Vermischung von Spiel und Realität aus meiner Diss zusammengefasst.
Und nach Rücksprache mit meinem Verleger habe ich die Erlaubnis erhalten, die vollständige PDF-Version meiner Diss zu veröffentlichen. Ich kann mir eh nicht vorstellen, dass jemand sich die über 500 Seiten in PDF antut, wenn er/sie das Buch auch günstig in Buchform erhalten kann.

Sonntag, 5. April 2009

Programme beim Arbeiten

Habe ich aus dem vorigen Bild ausgeschnitten: Programme, die offen sind, während ich für die Diss arbeite:
1. WinEdt, weil ich darin arbeite;
2. Microsoft Excel, wo ich den Fortschritt logge;
3. Firefox: dict.leo.org, monimays.blogspot.com;
4. iTunes / last.fm (ohne Musi geht gar nix!);
5. Eigene Dateien/Promotion;
6. Adobe reader: neuest kompilierte diss.pdf-Version;
7. Spaz (twitter), pidgin (gtalk, icq, yahoo messenger usw.) und Skype: mache ich bei Bedarf aus.
Relativ häufig schalte ich noch Paint ein, um Bilderchen zu erstellen.

Loggen und Bloggen

Bevor ich es vergesse: ich halte das Loggen von Überarbeitungen der Diss für eine ausgesprochen sinnvolle Sache. Mit wenig Aufwand schafft man es so, den Überblick zu behalten.
Ich habe eine einfache Excel-Datei, es gibt sicherlich elegantere Lösungen, aber diese ist recht praktisch.
Spalten: Datum angefangen, Kapitel, Inhalt (was wird gemacht), Typ, Datum abgeschlossen. Die Felder sind recht selbsterklärend, Typ bezieht sich auf einige wenige Kategorien, die ich der Einfachheit halber noch eingefügt habe: A für's Ausschlachten (kürzen), B für Bibliographie, D für ausdrucken (z.B. für die Korrektur), E für ergänzt, Ü für überarbeiten, V für verschoben (wenn man Unterkapitel z.B. hin- und herschiebt), W für WinEdt (am Anfang habe ich in Word gearbeitet und erst wenn der Text fertig war habe ich ihn in WinEdt eingefügt), WK für WinEdt kompiliert, Z für Zusammenfassung.
Nein, die Typen wären nicht unbedingt notwendig gewesen. Aber ich arbeite auch mit bedingten Formatierungen, und dafür sind Typen recht nützlich. z.B. Datum abgeschlossen fehlt: Zeile rot (=da gibts noch was zu tun); WK: Zeile grün (=bis dahin war alles ok, da Kompilation gefunzt hat) usw.
Momentan hat mein Log über 500 Einträge der letzten Paar Jahre, und bei einer Arbeit, die aus 52 Unterdokumenten besteht und über 500 Seiten stark ist, möchte ich nicht mehr drauf verzichten (auch wenn ich das Bloggen gelegentlich auch als Loggen verwendet habe, bspw. indem ich größere Zusammenhänge dokumentiert habe).

Samstag, 7. Februar 2009

Disstools

Ich bin ja eigentlich fast fertig. Aber das hätte ich nicht geschafft, wenn ich nicht eine Reihe von kleinen und großen Helferleins hätte. Und weil ich erst letzte Woche von einem Tool erfahren habe, das mir VIEL erspart hätte, hätte ich's schon früher gekannt, will ich Euch in meine Betriebsgeheimnisse einweihen:

1. Spracherkennungssoftware: Dragon Naturally Speaking. Ich bin zwar eine schnelle Tipperin, aber ich rede ja noch schneller als ich tippen kann. Diese Software ist zwar nicht ganz billig, aber ich finde sie wirklich super toll. Damit habe ich meine ganzen Interviews transkribiert und meine ganzen Bücherzusammenfassungen geschrieben. Nur ein Beispiel, was sie ohne zu stottern (zugegebenermaßen ist sie gut trainiert) schreiben kann:
"Da Intersubjektivität als wissenschaftlich-methodologisches Prinzip gefordert wird, versucht man innerhalb der quantitativen Verfahren, die Einflüsse des Forschers und des Erhebungsinstruments auf die Ergebnisse so weit wie möglich zu reduzieren beziehungsweise zu eliminieren. Nach Meinung von Kritikern eines solchen Vorgehens lassen sich diese Einflüsse aber nicht eliminieren, weil die Involviertheit des Forschers in den Forschungsprozess ein unumgehbarer und notwendiger Faktor der Ergebnisproduktion sei. Daher beschritten die Quantitativen mit einer immer weitergehenden Instrumentalisierung der Erhebungsmethoden einen falschen Lösungsweg, weil er die Abhängigkeit der Methode im Vorwort zu untersuchenden Gegenstand und die substantielle Verstrickung des Forschers in den Prozess der Untersuchung leugne".
LAMNEK, Siegfried: Qualitative Sozialforschung. Weinheim : Beltz Verlag, 2005.
Das gute ist: ich kann wirklich in normaler Sprechgeschwindigkeit lesen, das packt sie gut!

2. Transkriptionssoftware: F4, eine ganz einfache, kostenlose Software, die (für mich) alles kann, was sie können muss: Stop (F1), Abspielen/Pause (F4), zurück (F3) und vor (F5) und Zeitstempel (F8). Die Wiedergabegeschwindigkeit kann ebenfalls eingestellt werden.

3. Aufnahme von Interviews: Windows Media Encoder. Gibts kostenlos für alle offiziellen Windowsnutzer.

4. Schreibsoftware: ich bin ein Weichei, aber ein ganz hartes. Deswegen habe ich die Diss in einer Mischung aus MS Word (weil ich mich damit sehr gut auskenne, vieles automatisieren konnte usw.) und LateX geschrieben. Also Text in Word verfasst, in WinEdt (Shareware) verfrachtet und dort angepasst/feinjustiert. Wenn jemand mit TeX arbeitet, kann ich WinEdt nur empfehlen, obwohl ich nach den 2 Jahren vllt. 1/18 der Funktionen kennengelernt habe... (Es kann einfach ALLES!)

5. Literaturverwaltung: da gibt es zwei Dinge. Für LaTeX ist Jabref das beste (kostenlose), was ich gefunden habe. Nicht sehr überzeugend, muss ich zugeben. Deswegen habe ich die Literaturverwaltung einfach in einer Worddatei gemacht (Aua, ich weiß! :) ) und hoffe, dass was besseres kommt. Letzte Woche erfuhr ich dann von Zotero, die Software, von der ich wünsche, ich hätte sie viel früher schon gekannt. Hintergrund: die meisten Bücher, die ich ausleihe, fasse ich auch zusammen. In den Zusammenfassungen sind auch Zitate mit Seitenangabe, die ich direkt übernehmen kann. Und Zotero kann genau das indexieren. Ich gehe z.B. auf Amazon, klicke auf das Icon, Zotero indexiert das Buch (Autor, Buchname, Verlag, blabla). Danach brauche ich nur meine Zusammenfassung mit diesem Buch zu verlinken (man kann "Dateien hinzufügen") und schon habe ich alles beisammen, was ich brauche. Man kann auch mehrere Bibliotheken anlegen und natürlich alles mit Tags versehen.
Im Idealfall gibts jetzt irgendwann mal eine Lösung, die beides (LateX + Inet) integriert. Ich hoffe nur, dass ich sie dann nicht mehr brauche, weil ich dann schon sowas von fertig bin! ;)

6. Generelles Management: da ist MyLifeOrganized für mich ungeschlagen. Es gibt eine kostenlose Version, die zwar nicht alles kann, aber trotzdem ziemlich viel. Man kann Projekte anlegen, priorisieren, zuteilen, Aufgaben bestimmen, Due Dates setzen usw... Mein Bruder ist von der Professional Version hin und weg, es gibt eine Demoversion davon. Und es gibt natürlich auch eine Handheld-Version dazu, wenn man sich von der Software gar nicht mehr trennen kann oder möchte.

Mittwoch, 20. August 2008

Auf den Tag genau...

Vor einem halben Jahr, auf den Tag genau, habe ich die Erstversion meiner Diss abgegeben. War ich damals noch total happy und freudig erregt, war heute, bei meiner "Zweitabgabe" nichts davon zu spüren. Es könnte damit zusammen hängen, dass ich letzte Nacht noch bis sehr spät an DEM DING saß. Ich hatte mir vorgenommen, dass ich DAS DING heute zum Drucken gebe - egal wie spät es letzte Nacht werden sollte. Naja, für meine Verhältnisse wurde es sehr spät! ;)
Aber um 1h30 hatte ich den "Endzustand" erreicht: alle Kapitel korrigiert, Tabellen und Bilder überarbeitet, fehlerfreie Kompilierung.

Heute morgen war ich noch bei meinem LateX-Guru, wir haben einige Kleinigkeiten noch überarbeitet. Bis wir soweit waren, hatten wir viel Zeit gebraucht, um alle Packages bei ihm so zu laden, dass DAS DING überhaupt kompilierbar war. Naja, irgendwann war es fertig kompiliert, gedruckt und gebunden. Doch statt unglaublicher Freude und stolzgeschwollener Brust... War nur ein Gefühl von Verlorenheit und Leere da. Klar, letzte Nacht, als ich an DEM DING saß, gingen mir alle Gedanken durch den Kopf, die ein Mensch in dem Zustand haben kann: es stehen nur Selbstverständlichkeiten drinnen, ich erzähle nichts Neues, es ist schlecht geschrieben... Nein, es stimmt natürlich nicht. Die Arbeit ist super, innovativ, toll, meine Interviewpartner geben einen tollen Einblick, und das ganze fügt sich zu einem Ganzen zusammen. Mein Doktorvater warnte mich: es dauert ca. 5 Jahre, bis man das, was man geschrieben hat, gut finden kann. Vermutlich hat er recht.

Die letzten Wochen waren unerwartet hart. Die Zerrissenheit zwischen abgeben oder behalten und verbessern, das Gefühl, wohlgemeinte Korrekturvorschläge sind persönliche Kritik. Gleichzeitig denkt man, das Ende ist schon absehbar, und wenn man doch nur noch ein bisschen länger durchhalten könnte, dann wäre man auch fertig. Stattdessen zieht es sich unglaublich in die Länge. Man befindet sich in einem Ausnahmezustand, der einem oft gar nicht klar ist.

Und dann... Wenn alles getan ist, was man tun konnte... Wenn alles korrigiert und kompiliert ist... Tut es einem richtig Leid. Klar, ich wollte DAS DING abgeben. Ich will wieder Freizeit haben (das ist das Problem, wenn man nebenberuflich promoviert: es geht jeder freie Abend und jedes Wochenende für DAS DING drauf!). Ich will endlich die Sachen alle fertig nähen, die halb zusammengefügt im Schrank liegen. Ich will mich um meinen Garten kümmern. Will die Wohnung wieder in Schuss bringen. Will den Schrank ausmisten. Will wieder meine Freunde treffen. Bücher lesen! Einfach so, ohne Stift in der Hand, um wichtige Stellen zu markieren. Lesen, weil lesen total Spaß macht. Habe mit Steffen tausend Sachen vor. Will wieder bloggen. Leute besuchen. Filme gucken, ins Kino gehen. Meine 12.000 Bilder taggen. Oder einfach mal nichts tun: mich hinsetzen und die Gedanken schweifen lassen. Ohne das Gefühl zu haben, ich müsste unbedingt etwas anderes machen.

Und doch muss genau das wieder gelernt werden. Man gewöhnt sich so sehr daran, jede freie Minute immer nur in die Diss zu investieren, dass man danach wieder aktiv schauen muss, was man mit seiner freien Zeit macht.


Doch was wäre eine Diss wert, wenn ich durch sie nicht auch für mein Leben relevante Dinge gelernt hätte?

Aus dem Kapitel Langeweile:
"Für Feibel (2004) ist auffällig, dass Kinder und Jugendliche heute kaum noch in der Lage sind, Langeweile zu ertragen. „Für Langeweile gibt es absolut keine Toleranz. Sie mag zwar schon früher schwer gefallen sein, aber heute können Kinder in ihrer Kinderzimmer-Medienanstalt viel schneller einen Knopf drücken, um sie wie eine lästige Fliege zu verscheuchen. Wem langweilig ist, der macht eben einfach den Fernseher an, schaltet den Computer ein oder beides. Im Fernsehen läuft immer etwas. Im Computerspiel ist immer etwas los (und im Internet genauso). Die heutige Jugend kann Langeweile schwerer ertragen, weil sie sich viel leichter, schneller und unkomplizierter unterbinden lässt“ (Feibel, 2004, S. 121).
Diese Verhaltensform beschränkt sich nicht nur auf Kinder und Jugendliche. Auch Erwachsene haben die Toleranz zur Langeweile verloren. Die einzige noch zugestandene Form der Langeweile ist, „wenn sie sich mit den Medien langweilen“ (Feibel, 2004, S. 121). Er beklagt diese Folge einer Konsumgesellschaft, weil gerade in Momenten der Langeweile den Menschen bewusst werden könnte, wie ihr Leben tatsächlich aussieht. Für ihn ist die Anerkennung und Überwindung des Gefühls der Leere, das die meisten erschreckt, eine der schwierigsten Übungen des Lebens (Feibel, 2004, S. 121 f.). Im Gegensatz dazu versuchen Menschen, Langeweile blitzartig zu beseitigen, kaum dass sie am Horizont auftaucht. Sie sehen Langeweile als ihren natürlichen Feind und verfügen über eine große Anzahl technischer Möglichkeiten, sie in die Flucht zu achlagen. Er mahnt, dass Langeweile „ein ganz wunderbarer Ruhemoment zwischen zwei Schritten [sein könnte]. Wen das nicht schreckt, der nimmt sich seine Zeit und lässt aus Langweile Muße entstehen, die wiederum einen höchst kreativen Prozess in Gang setzen kann. Die besten Ideen entstehen aus Langeweile. Kinder und Jugendliche schauen sich bei uns genau ab, wie wir mit ihr umgehen. Wer aber seinen Kindern beibringt, Langeweile ohne technische und sonstige Hilfsmittel zu ertragen, ihnen zeigt, wie man auch mal bequem herumgammeln kann, bringt ihnen nicht nur bei, wie sie sich bewusst mit Konsum auseinander setzen, sondern betreibt aktive Suchtprävention“ (Feibel, 2004, S. 122)".


Was er da beschreibt, ist aus PSI-theoretischer Sicht hochinteressant. Langeweile ist nämlich ein Zustand niedriger Kompetenz, in dem auch keine Kompetenz getankt werden kann, weil die Umgebung schon zu bekannt ist (also keine Unbestimmtheit mehr bietet). Langeweile aushalten heißt nun, dass man das Bewusstsein der eigenen geringen Kompetenz zulässt, ohne etwas zu unternehmen, um sie zu steigern. Wenn ich weiß, dass ich Langeweile unbeschadet überstehen kann, erhöht sich mein Selbstvertrauen, also ich tanke Kompetenz dadurch, dass ich weiß, ich gehe nicht unter, wenn ich keine habe. In diesem Moment wäre die Langeweile per Definition keine mehr, weil der Zustand niedriger Kompetenz nicht mehr gegeben ist, sie hätte sich in Muße verwandelt.

Montag, 14. Juli 2008

Immer nur die anderen...

Manchmal ist es ein wünschenswerter Zustand, dass es (wenn "es" = schlecht) nur die anderen trifft. Hält sich aber oft nicht so lange, wie eigentlich notwendig wäre.
So erwischte mich die "ich kann nicht mehr, es wird nie fertig" und die "das ganze DING ist Schrott!!!" spät, aber doch noch rechtzeitig.
Tatsächlich hadere ich in den letzten Tagen sehr mit mir und mit meiner Diss. Ich denke, es ist normal, viele hatten ja schon drauf gewartet, wann es denn bei mir einsetzt! :) Momentan habe ich das Gefühl, ich kann DAS DING niemals abgeben. Ich kanns einfach nicht, ES ist zu schlecht! Unvollständig, unstrukturiert! Geht nicht! Ich müsste eigentlich wieder von vorne anfangen, diesmal in dem Wissen, was ich eigentlich sagen will. Geht nicht, ist mir auch klar! Aber eine gewisse Panik ist schon da...
Auf der anderen Seite habe ich nun mein Poster für die ICP2008 endlich fertig gestellt. Poster und Handzettel! Jetzt heiß es abwarten und gucken, was da genau passiert.
Mein Zeitplan schaut übrigens so aus:

Mo, 21.07.:
8-10h: Entweder Invited Symposium "Analogy-making"
oder Symposium "Why psychology moves towards the qualitative"
oder Symposium "Self-regulated learning with multimedia"
oder in der Paper Session "Social psychology" der Beitrag "Media and fear of crime: The implicit relationship".

Dann muss ich mir irgendwann nebenher ein Paar Posters anschauen:
Cognitive development - Young children's comprehension of deception in folk stories and their manipulation of deceptive acts in games.
Cognitive development - Effects of exposure to mass media on human drawings of four-year olds
Aggression and violence - The correlations between playing computer games involving violence and displays of aggression by the players
Aggression and violence - Television and aggression: A test of a mediated model
Aggression and violence - Online game and aggressive behavior of college students
Child and adolescent psychopathology - Media role in a crisis psychological intervention

Dann von 10h15 bis 11h15:
Entweder Paper Session "Media effects: The psychological, social, and cultural impact of mass media I"
oder die Paper Session "'Social Media': Social processes and social interaction in mass media I"

Von 11h30 bis 13h30:
Invited Symposium "Lifelong learning: From definition to intervention"
oder Symposium "Decision-making and problem solving in complex scenarios" (gestrichen)
oder Symposium "Components of arithmetic skills: Their diagnosis, prediction and use in remedial education"
oder Paper Session "Smoking and alcohol abuse" (gestrichen)
oder Paper Session "The development of cognition and metacognition across the lifespan" (gestrichen)
oder "Mission cognition: specially designed video games for the development of higher cognitive functions"
(verdammt harte Entscheidung!)

13h45 bis 14h45 gehts weiter: Paper Session "Cognitive development in childhood I"
Wobei das vllt. auch entfällt.

Von 14h bis 17h ist wieder Poster Session, wobei ich mich da insbesondere auf die "Media psychology"-Themen freue (Children's preference of television programs,
Psychological determinants of addiction to the internet, Dynamics of the parameters of functional states while playing and working on a computer, Avatar, shops and Linden dollars in Second Life: New consumers between reality and virtuality, The effect of violent and non-violent computer games on cortisol in adolescent boys, Life events, online games and pathological internet use of Chinese early adolescents usw.)

Von 15h-16h30 ist noch eine Paper Session über "Substance abuse / epidemiology, course and intervention I", aber ich weiß nicht, ob ich nicht lieber bei den Postern bleibe...

16h45: Invited Symposium "Integrating approaches from education, usability and cognitive science for efficient e-learning deployment: The experience of the WELKOM Leonardo project", wobei mich davon nur ein Beitrag interessiert: "Game-based learning: Development of a general methodology for creating serious games".

Ein andere Symposium zur gleichen Zeit, was mich weit mehr reizt ist: "Mathematical cognition: Development, representation, cerebral mechanisms and individual differences".

Und das war erst der erste Tag!!! Ich bin einfach nur dankbar, dass es dieses Personalisierungstool gibt, sonst würde man überhaupt nicht mehr durchblicken!!!
In diesem Sinne, gehe ich weitere interessante Beiträge aussuchen.
Wer übrigens da sein sollte: mein Poster wird am Mittwoch nachmittag zu sehen sein:
No.: PS-Wed-pm Poster Session
Session title: Poster Session Wednesday Afternoon
Time: 14.00 -17.00
Room: Saal 2
118 Emotion and Motivation
Why playing games is better than living lifes

Hoffe, den einen oder anderen vllt. dort zu sehen...
(Falls ich also wieder untertauche, bin ich bis mindestens 25.07 entschuldigt! ;) )

Mittwoch, 7. Mai 2008

Disskorrektur

Faszinierend. DAS DING war bereits 4x gelesen worden, als ich sie in die Deutschkorrektur gab. Im festen Glauben, da KANN sie nichts mehr finden, meine Korrektorin. Aber weit gefehlt: Sie kam ziemlich bekümmert zu mir um zu sagen, dass da noch eine ganze Menge zu tun sei. *hoil*
Da merkt man, dass ich überwiegend Blogs und Mails schreibe, und keine vernünftigen Texte: Fehlende Wörter, unvollständige Sätze und vor allem VIEL ZU WENIGE Kommata!!
Ich dachte immer, im Deutschen verwendet man so wenige, und war eigentlich auch recht stolz auf mein Deutsch. Naja, nicht unterkriegen lassen. Eines Tages wird DAS DING fertig sein - momentan bin ich's noch! :P
Aber dann fand ich diese PERLE, eine Frucht meiner kühnsten Überlegungen, und ein Zeichen, wie beschränkt mein Vokabular doch ist - oder wie einfach ich denke:
"Die Einzelfallanalyse ermöglicht eine genaue Beobachtung eines Phänomens, mit möglichst vielen der möglichen Einflussfaktoren".
Ist das nicht genial???
Dass ich das Wort "möglich" liebe war mir schon klar. Aber so?? Besser nur noch das, wo ich behaupte, dass das Spielen eine wichtige Rolle spielt! :)
Priming ist ja ursprünglich etwas Sinnvolles. Aber wenn es erstmal beim Schreiben angeht, wiederholt man sich ständig. Autor A denkt, und Autor B denkt, und Autor C denkt ebenfalls. Autor A stellt fest, Autor B stellt fest, und Autor C stellt ebenfalls fest. AAAARGH!!
Weitere ständige Begleiter sind "ebenfalls", "Mensch", und so relativierende Sachen ("vielleicht", "in bestimmten Fällen", "unter gegebenen Umständen").
Dafür bin ich ja Psychologin: um mich niemals auf irgendwas festlegen zu müssen.
Ich brauche alle MÖGLICHkeiten! ;)

Mittwoch, 23. April 2008

Juhu!! :)

Ich fühle mich meinem Ziel ein Stückchen näher!
Heute hatte ich Dissfeedbackgespräch mit Dörner.
Und er war... recht angetan von meiner Arbeit! :)
Er sagte, es liest sich gut, Theorie und Praxis sind gut verbunden, es ist sehr vielseitig... Wie üblich bin ich eher rausgetänzelt als rausgelaufen. Dieser Mensch motiviert mich wie 10.000€ es nicht könnten!
Nächste Schritte sind jetzt also:
1. selber nochmal durchlesen, Änderungen von ihm bzw. seine Vorschläge einarbeiten (bin dabei, S. 7);
2. alles nochmal einhacken;
3. alles was fertig ist ausdrucken und meiner Kollegin zur Deutschkorrektur geben.
Jetzt ist also alles fließend: ich bekomme es Stückchenweise von ihm zurück, lese und arbeite Änderungen ein, gebe es zur Deutschkorrektur, und gebe es dann ein letztes Mal ein. Danach sollte DAS DING fertig sein.
Er ist optimistisch, dass ich noch im Sommersemester abgebe! Ich, erst... Ich sprudle über vor Optimismus! :)))

Montag, 14. April 2008

Strich durch die Rechnung

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Das gilt nach wie vor.
Abzug aus der Promotionsordnung:

"(3) Einsichtnahme in die Arbeit:
a) Die Dissertation wird mit dem Gutachten innerhalb einer angemessenen Frist, von der
mindestens 14 Tage in die Vorlesungszeit fallen müssen, zur Einsichtnahme durch die hauptberuflich tätigen Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der in § 1 Abs. 1 genannten Fakultäten im Dekanat der Fakultät ausgelegt, der die Erstgutachterin bzw. der Erstgutachter angehört."

Somit ist mein Zeitplan hinfällig, und ich weiß nicht, wie ich im Oktober nach Brasilien komme zum gemeinsamen 25. meines Bruders und 50. meiner Mutter! :(

Neuer Disszeitplan

Kaum zu glauben, gerade eben habe ich den letzten Termin verpasst, um meine Prüfung im Sommersemester abzulegen, schon wird es eng mit dem Wintersemester.
Der Hintergrund: ich hätte gerne meine Prüfung in der ersten Woche des Wintersemesters abgelegt (13./14.10), da meine Mama den 50. und mein Bruder seinen 25. Geburtstag am 18.10 feiern, und ich gerne dabei (sprich: in Brasilien!) wäre. Dafür wäre es gut, wenn die Prüfung schon weg wäre, und nicht nach 2 Wochen Urlaub oder so fällig! :P
Nun ja, der momentane Plan schaut also so aus:
HINHOCKEN und ARBEITEN!!! :)
Aufgabe Fällig am
Termin DD vereinbaren 16.04.2008
Kapt. Abhängigkeit fertigschreiben 23.04.2008
3.-korrektor fragen 01.05.2008
Verbesserungen DD einarbeiten 04.05.2008
Fazits ergänzen 05.05.2008
Diss durchlesen 18.05.2008
Diss Deutschkorrektur 22.05.2008
Einführung überarbeiten 23.05.2008
Zusammenfassung schreiben 26.05.2008
Dokumente zusammensammeln 02.06.2008
Diss ausdrucken 02.06.2008
Diss abgeben 02.06.2008
Ich weiß, ich bin eine große Optimistin. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! ;)

Mittwoch, 20. Februar 2008

SOOOOO viel zu feiern!!!

AAAlso, fangen wir mit den kleinen Sachen an.

1. Mein Blog wird 100 Posts alt, Gratulation an mein Blog! :)

2. Whiskas (der derzeit in Deutschland ist) und ich haben gestern abend meine Diss erstmalig fehlerfrei kompiliert. Der Schock: auf einmal hat DAS DING 425 Seiten?!?! Na klar, weil alles was nach den Fehlern kam wurde teilweise ausgelassen, und erstmals war DAS DING komplett.

3. Ich habe heute meine komplette Diss erstmals gedruckt. 425 Seiten + Deckblatt.
Der Schock? Spiralbildung gibts für die Größe nicht, DAS DING musste ich in einem Ordner zurechtlegen.
Wer Hilfe braucht, um sich vorzustellen, WIEVIEL das ist: Ihr kennt doch die packen Papier, die man kaufen kann? Ganz normales A4-Papier? Es ist in etwa so viel.














4. Ich war heute bei Dörner. Ich war ziemlich aufgeregt, was ich sonst eher nicht von mir kenne. Ich habe 1000 Entschuldigungen angebracht, bevor ich DAS DING aus dem Rucksack geholt habe. Ich habe mich wirklich dafür geschämt, dass ich soooo viel geschrieben habe. Und was macht Dörner? Statt mir DAS DING um die Ohren zu hauen, wie ich es eigentlich erwartet hätte? Freut sich! :) Wie ein Schneekönig! Lobt mein Deutsch, sagt, es ist kein Problem, dass die Diss so lang ist, solange sie sich gut liest und interessant ist und so. Und das IST sie. Blättert im Inhaltsverzeichnis rum, liest hier ein Paar Seiten und dort ein Paar Seiten, und manchmal vergisst er, dass ich da bin, weil er sich "festliest".

Ich bin also bester Dinge, dass DAS DING nun bald gegessen ist! :)
Jetzt brauche ich nur noch mein Jobangebot! ;)

PS. Ich fühle mich leicht wie eine Feder! Ich könnte tanzen! Ich SOLLTE tanzen! ;)

Sonntag, 10. Februar 2008

Zeitplanumstellung und die Korrekturen

Tja, nachdem ich von dem Zeitplan des letzten Posts etwas entsetzt war (ich wollte nämlich schon noch im Sommersemester geprüft werden), wurde alles etwas zusammengestaucht.
So schickte mir meine Mama ihre ersten Korrekturen (sie war schon sehr fleißig) eingescannt zurück, damit ich sie schon mal eingeben kann. Gestern verbrachten wir mehrere Stunden am Telefon, wo wir die Änderungen durchsprachen und uns auf das weitere Vorgehen einigten.
Prinzipiell faszinierte es mich sehr, wie sie meine Sätze kürzte, ohne dass der Inhalt sich veränderte. Ich habe wohl doch etwas die Tendenz, viele Füllwörter zu verwenden, und mich gelegentlich zu wiederholen (dieser Satz könnte bspw. nach der Kürzung dann lauten: Ich verwende viele Füllwörter und wiederhole mich). :)
Manchmal nahm sie auch einfach eine Idee, und formulierte sie klarer um, obwohl sie doch eigentlich von mir kam. Naja, damit will ich nur sagen, dass ich mit ihrer Korrektur sehr zufrieden bin. Auch wenn sie mir Absatzweise Fuchur (mein Versuchs"kaninchen" nr. 1) strich:

Folgende 2 Absätze:
Der Inhalt des Spiels ("Brincar") beim Hund variiert: mal ist es das kraftvolle, schnelle Laufen, mal ein scheinbar zielloses Umherschnuppern (Explorieren), mal liegend ein Stock zerkauen. Meist – beim schnellen Laufen ebenso wie beim Zerkauen von Holzstücken oder beim Tragen größerer Äste – ist die Selbstwirksamkeit vordergründig zu finden.

Spiel ist auch, Dinge auszuprobieren: Meinem Hund fiel eine Nuss vor die Schnauze. Man konnte seinen fragenden Blick beinahe hören: "Wo kam dieses Ding jetzt her, und wie kriege ich mehr davon?" während er nach oben und in alle Richtungen schaute, und bevor er anfing, den Baum anspringen.

kürzte sie mit dem Kommentar: "kluge Fuchur" (und weg damit!). Heheheheh
Naja, ein bisschen Eile ist jetzt dann doch angesagt: am 20.02 habe ich den Termin bei Dörner, wo ich die Diss in der Erstversion besprechen möchte.
In diesem Sinne: weiter gehts!

Freitag, 8. Februar 2008

Nun ging ja alles ganz schnell...

Am letzten Wochenende - das erste komplett freie Wochenende in den letzten 3 Monaten - setzte ich mich auf meinen Hosenboden und schrieb. Und schrieb und schrieb und schrieb - die letzten Kapiteln, nämlich die, in denen die Bartle-Typen in Bezug auf die Psychologie von Dörner erklärt werden.
Am Dienstag abend schickte ich meiner Mom - die ihren 2-wöchigen Urlaub für die Korrektur meiner Diss opfert - meinen Erstentwurf zu. Mit 370 Seiten doch viel umfangreicher als ich eigentlich vorhatte, und immer noch nicht fertig.
Ich meine, richtig fertig ist man eh nie.
Schreiben muss ich noch das Abschlusskapitel, die Diskussion um die Aggression (das Kapitel hatte ich geschrieben, als ich für das Thema noch keine Antwort hatte), und wahrscheinlich noch weitere Fazits und Diskussionen zwischen den Kapiteln. Das Ganze muss fließen...
Wenn übernächste Woche Whiskas also nach Deutschland kommt und im Gepäck meine korrigierte Version wieder mitbringt, werde ich mich wieder hinsetzen, und das alles einarbeiten.
Je nachdem wie es mir mit dem Inhalt geht werde ich das Abschlusskapitel gleich schreiben, oder aber ich bitte Dörner um Vorkorrektur, bevor ich das schreibe. Dann hätte er stärkere Einwirkungsmöglichkeiten noch.
Naja, wie auch immer, mein Zeitplan ist momentan in etwa:
ca. 18.02: Korrektur zurückbekommen
Mind. bis Ende Februar: Korrekturen einarbeiten, Übergänge fließender machen
Anf. März: mich intensiv mit Dörner beraten bzw. eine Vorversion abgeben
Ungewiss (x): Dörners Rückmeldung
Ungewiss (y): Anzahl der von Dörner vorgeschlagenen Änderungen
Ungewiss (xy): Korrekturen einarbeiten
ca. 2-3 Wochen nach xy: professionelle (Deutsch-)Korrektur
ca. 4-5 Wochen nach xy: Diss abgeben (DA)
DA + 3 Monate: Begutachtungszeit
DA + 3 Monate + 2 Wochen: Zeit in der die Diss ausliegen muss
DA + 3 Monate + 5 Wochen: Prüfung.
Jetzt setzen wir spaßeshalber mal Werte in die Variablen ein:
Version optimistisch:
x = Ende März
y = klein
xy = Mitte April
DA = 2. Maihälfte
+ 4 Monate + 1 Woche: 1. Septemberwoche (geht nicht, weil da kein Semester ist, dann könnte ich frühestens Mitte Oktober prüfen)

Hm, vllt. sollte ich meinen Zeitplan doch nochmal überdenken... (Eigentlich hatte ich schon vor, jetzt noch im Sommersemester zu prüfen...)
Vielleicht kann ich die professionelle Deutschkorrektur vorziehen (dass die Diss paralell bei Dörner und bei der Deutschkorrektur liegt)... Oder ich lasse sie ganz weg (vor der Veröffentlichung muss sie eh nochmal korrigiert werden).
Oder ich lasse es einfach mal auf mich zukommen! ;)

Sonntag, 16. Dezember 2007

Ganz schön fertig...

... und trotzdem noch weit davon entfernt.
Ich hatte es echt schon vergessen, wie es sich anfühlt, von morgens um 9h30 bis abends punkt 21h15 an der Diss zu arbeiten (allerdings mit 3 Pausen: 1x Gassi gehen bei -6°C, 1x Abendessen kochen und essen und 1x Gitarre spielen bzw. die Gitarre neu besaiten wollen und net drauf achten, dass die "neuen" Saiten 14,95 DM (!!) kosteten und total verrostet waren!).
Es fühlt sich verdammt gut an, wenn am Schluss die meisten Fehler beseitigt (das ist übertrieben, aber immerhin kann ich kompilieren! :) ) sind und das "Kind" immerhin auf stolze 213 Seiten kommt. Andererseits ein recht fades Gefühl, dass da noch verdammt viel fehlt, und ich es nicht schaffen werde, unter 300 Seiten zu bleiben. Es sei denn, Dörner fängt an, alles mögliche rauszuschmeißen. D.h. ich muss die Zitate so einbauen, dass sie sich für den Verlauf wichtig anhören, sonst ist es gar begründet, dass sie rausfliegen.
Motivation ist jetzt so gut wie durch, aber die momentan für mich zwei wichtigsten Kapitel - nämlich Abhängigkeit und die Gesellschaftskritik - sind noch nicht unter Dach und Fach.
Die Typen sind auch noch gar nicht drinnen. Sie sollen den Abschluss für die Motivation bilden, und gleichzeitig den Übergang in die Abschlussdiskussion bilden. Und da erst werde ich so richtig meine Meinung sagen! :)
Ich glaube, ich sage Weihnachten ab und sperr mich ein Paar Tage länger in mein Stübchen ein, um fertig zu machen! :)

Sonntag, 18. November 2007

Bonn und Erlangen und Zürich und Leipzig und Bonn...

Das was sich wie die Liste der Winterangebote der deutschen Bahn liest ist tatsächlich mein Reiseplan für die nächsten 4 Wochen.
5 Reisen in 4 Wochen bedeutet auch, dass ich in dieser heute anfangenen Woche 3 Tage in Bonn und 2 in Erlangen verbringe. Am Wochenende ist mein Geburtstag und die Wohnungseinweihung.
Nächste Woche geht es ab nach Zürich, am Wochenende ist Singgruppe - da freue ich mich jetzt schon wie eine Schneekönigin.
Die Woche drauf gebe ich Do-Fr mein Zeitmanagement und Stressbewältigungskurs, am Samstag fahre ich zur LIT nach Leipzig - vorausgesetzt sie können meinen für den Fr. vorgesehenen (übrigens angenommenen!) Vortrag auf Samstag umplanen! Ich denke aber, dass das keine weiteren Schwierigkeiten bringen wird.
Am Dienstag drauf (11.12) fahre ich nach Bonn, komme erst am Fr. wieder.
Am 15.12 feiern wir dann den Abschied meines Vorgesetzten, der sich in eine Art Ruhestand begibt (er kann nicht wirklich aufhören zu arbeiten ;) ).
Die Woche drauf bin ich komplett mit der bayerischen Eliteförderung beschäftigt, damit die Anträge bis zum 21. Dez nach München kommen.
Tja, und dann?? Ja, dann ist Weihnachten.
Die nächsten 2 Wochen bin ich dann "zu Hause" (erste Woche in Kassel bei Schwiegermama, 2. Woche zu Silvester bei "Valuri" in der Schweiz).
Danach wird es ruhig, ganze 2 Wochen lang. Dann Bundesarbeitskreis der EU-Referenten, Treffen der Forschungsreferenten in Kassel... Und der Februar ist auch schon rum.
Warum ich erzähle ich das nun alles?
Naja, wegen des Zeitplans: wenn meine Mama zu meiner Disputation da sein sollte, sollte ich die Diss bis Ende Januar abgeben (weil sie im April in Dt. ist, und zwischen Abgabe und Disputation 4 Monate und 1 Woche liegen). Bis auf die Zeit, in der ich derzeit im Zug sitze und ganz fleißig lese, weiß ich aber nicht, wann ich überhaupt was wegen der Diss machen sollte! :)
Ganz zu schweigen von einer wichtigen Erkenntnis: meine Diss ist äußerst deskriptiv. Ich beschreibe und beschreibe und zitiere und benenne. Was eigenes ist aber kaum dabei. Und das muss sich ändern. Die Diss muss Seele kriegen.
Und Ihr werdet lachen, aber die Grundlage für die Seele meiner Diss sind genau solche Diskussionen, wie die mit Andreas und die mit Valuri (die ich hier gepostet habe), die aber ständig mit einer handvoll Leuten ständig über Skype, gmail, ICQ usw. läuft.

Ich kann zwar denken - aber als gute Socializerin nicht alleine! ;)

Mittwoch, 7. November 2007

Dissentwicklung

Wie neulich berichtet war ich bei Dörner zur Besprechung meiner Diss.
Der wollte ums Verrecken meinen "Ultraschall" (den ersten Ausdruck der Diss) nicht wieder abgeben, und hat es einfach mitgenommen.
Jetzt habe ich angefangen, meinen Rohentwurf selber durchzulesen... Es ist eine Katastrophe!!!!
Ich denke zu schnell, als dass ich schreiben kann. Dies führt dazu, dass lauter unzusammenhängende Ideen und Gedanken aneinander gereiht sind. Kein Mensch kann jemals nachvollziehen, was ich da eigentlich sagen will, es sei denn, er hat all die gleichen Bücher gelesen wie ich und wohnt darüberhinaus in meinem Kopf drinnen, um die Gedankensprünge nachzuvollziehen. Furchtbar, furchtbar.
Ich meine, klar, es ist nur ein Rohentwurf. Es muss besser werden, keine Frage, und schließlich lese ich sie eben deswegen durch. Aber wieviel noch getan werden muss, damit daraus ein verständlicher - von schöner, fließender, angenehmer oder ästhetischer Text ist noch gar nicht die Rede! - Text wird ist einfach wahnsinnig viel.
Immerhin bin ich schon auf S. 29 (was bei einer Lesegeschwindigkeit von annähernd 6 Seiten/Stunde schon recht viel ist!).
Wie jedes gesunde Baby ist auch die Diss in letzter Zeit gewachsen, so dass der aktuelle Rohentwurf knapp 200 Seiten zählt (197, um genau zu sein).
Blöd ist nur, dass der Fehlerlog von LateX annähernd genauso lang ist!!! :P

Aber gebt mir noch ein Paar Monate und die lange Reisezeit Ende November / Anfang Dezember, dann werde ich auch damit fertig werden! ;)

Sonntag, 28. Oktober 2007

Ultraschall einer stolzen Mama

Am Montag war es soweit: erstmalig habe ich die Diss - oder was bisher davon steht - ausgedruckt. Es war kaum mehr als ein Ultraschall deshalb, weil es einfach noch ein Fötus ist, unfertig, ungenau, entwicklungsbedürftig usw. Nichtsdestotrotz erfüllte es mich mit Stolz, da es das erste Mal war, dass ich etwas, woran ich nun doch ziemlich lange arbeite, zu sehen bekam. Dieser Stapel Papier, immerhin 140 Seiten, das ist MEIN Kind!
Und nichts besser als einen so erfahrenen Doktorvater wie Dörner, um mich zu beruhigen. "Eine Dissertation ist eine Baustelle, ist immer eine Baustelle. Und wenn man sie abgibt, denkt man, man hätte sie noch viel besser machen können. Und wenn einige Jahre vergangen sind, dann schaut man sie wieder an, und ist unheimlich stolz, wie gut man sie doch gemacht hat".
Als guten "Arzt" hat er dem "Ultraschall" rapide Schlussfolgerungen entzogen: Ich soll nicht versuchen, mit Masse zu beeindrucken, sondern alles was ich zitiere muss einen Grund haben, warum es dort ist. Zitieren, einfach nur um es dort stehen zu haben, macht keinen Sinn. Recht hat er, natürlich! Aber die Angst, den Ansprüchen nicht zu genügen, ist natürlich vorhanden.
Naja, im Kopf habe ich mir schon einiges zurechtgelegt für die Kapitel Motivation, Flow usw. In der Motivation will ich die Spielbeschreibung nochmal aufgreifen - was tragen schließlich Zweckfreiheit oder Quasi-Realität zur Motivation des Spieles bei? Bzw. was von der Motivation sind die Spieleigenschaften?

Derzeit arbeite ich immer noch an den Wirkungen von PC-Spielen, genauer gesagt am Kapitel "Kompetenzhygiene und Problembewältigung". Dabei stellt sich lustigerweise heraus, dass Problembewältigung nur deswegen stattfindet, weil die Leute vom Spielen so eingenommen sind, dass sie ihre Probleme fürs erste vergessen, und damit die nötige Distanz schaffen, um das Problem aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Ist das nicht faszinierend?! :)

Donnerstag, 27. September 2007

Volle Kraft voraus!!!

Back in Town!
Nachdem ich schon seit Tagen nichts mehr an meiner Diss machen konnte, setzte ich mich heute gleich morgens voller Tatendrang dran.
Mein Kapitel "Wirkung von Bildschirmspielen", was allein schon an Theorie 30 Seiten auf die Waage brachte, wurde auseinandergepflückt. Daraus entstanden 13 Teile (Einführung, Kognition und kognitive Leistungsfähigkeit, Gefühle und Stress, Problemlösen und Kompetenzhygiene, Aggressivität, Sozialität, Sucht und Abhängigkeit, Körperliche Folgen, Abgrenzung zu anderen Aufgaben und Hobbies, Bildung der Persönlichkeit, Phantasie und Wirklichkeitsgehalt, Erziehung und Zusammenfassung), die mit den Aussagen meiner Interviewpartner zusammen auf ca. 3-10 Seiten je brachten, die viel handlicher sind. Aber es stimmt schon: allein der Wirkungsteil wird ca. 80 Seiten betragen. Was aber nicht schlimm ist, denke ich, da dies ein entscheidender Teil meiner Arbeit ist.

Kleine Leseprobe gefällig?

6.1 Einführung
Während dem Sport zugeschrieben wird, Tugenden wie Teamgeist, Mut und Führerschaft zu lehren und die Sportler in die bestehende Gliederung der Gesellschaft zu integrieren (Sutton-Smith, 1978, S. 71), sind solche positiven Zuschreibungen bei Bildschirmspielen seltener. Die öffentliche Meinung scheint geprägt von negativen Wirkungen von gewalttätigen Bildschirmspielen - insbesondere Computerspielen - bis hin zu Amokläufen. Fabian (1996, S. 170 f.) fasst die Ergebnisse von Fromme (1992, S. 73) über vermutete Wirkungen der Computer-und Bildschirmspiele auf Kinder zusammen:
(Tabelle)
Rötzer (2003, S. 37) weiß, dass gesicherte Ergebnisse der Forschung über Medienwirkungsprozesse in dieser Form gar nicht existieren, und hält gar die Debatte in der Öffentlichkeit, welche (schädlichen) Wirkungen von Medien ausgehen für nicht sonderlich originell: „in der Vergangenheit wurde immer dann, wenn ein neues Medium sich verbreitete, sei es Film, Rundfunk, Fernsehen oder heute das Internet, heftig und in der Regel polemisch bis irrational eine Diskussion über die negativen Folgen auf Individuen und Gesellschaft geführt, die eher ideologisch als an der Sache orientiert war“(RÖTZER, 2003, S. 37). Er nimmt an, dass auch die Wissenschaft Trends oder Moden unterliegt. Das Thema „Gewalt in den Medien“ wurde bspw. 1985 mit der Einführung des Privatfernsehens in der damaligen Bundesrepublik Deutschland intensiver als jemals zuvor diskutiert. Auch Fromme (2001a, S. 29) sieht keinen Aufschluss über die Wirkungen von PC-Spielen in den letzten 30 Jahren empirischer Medienwirkungsforschung, sowie Ladas (2002, S. 19), der erhebliche Auswirkungen auf das Verhalten des PC-Spielers oder seine Einstellungen weder theoretisch noch empirisch nachgewiesen sieht.
Klimmt (2006, S. 111) geht davon aus, dass die Konsequenzen - sowohl die spiel- als auch die realitätsbezogenen „von den Nutzer/inne/n nicht intendiert werden, sondern dass sich der Handlungsantrieb von Computerspieler/innen allein auf die positive bewertete Erlebenszustände während der Nutzung bezieht“. Schöfthaler (1998, S. 108) räumt ein, dass die Beschäftigung mit Computerprogrammen auf den Spieler verschiedene Auswirkungen haben kann, die aber vom bevorzugten Spielgenre, vom Spieler sowie dem Spielverhalten abhängt. Seemann (2001, S. 23) ergänzt, dass eine individuelle Adaption an das neue Medium scheinbar stattgefunden hat, während sich auch die Gesellschaft daran anpasste. Die Effekte des Mediums sind also in Wandlung begriffen, während es an Neuheit verliert und immer mehr in unserer postmodernen Gesellschaft zum Alltag dazugehört. Die Effekte, die Bildschirmspielen zugesprochen werden, müssen als hypothetische Effekte betrachtet werden, da sie häufig sowohl wissenschaftlich nachgewiesen als auch wissenschaftlich widerlegt werden konnten (Löschenkohl, 1995, S. 7) - es hängt wohl auch davon ab, was der Wissenschaftler zu finden denkt. An dieser Stelle verdeutlicht Weizenbaum (1978, S. 174f) seinen Gedankengang - dem ich mich anschließe - mit einem Witz: „ein Polizist stößt mitten in der Nacht auf einen Betrunkenen. Dieser rutscht auf allen Vieren unter einer Laterne herum und sucht offensichtlich etwas. Er erklärt dem Wachtmeister, er habe seine Schlüssel verloren, „irgendwo da drüben“; dabei zeigte er auf eine Stelle, die außerhalb des Kreises der Laterne liegt. Natürlich fragt ihn der Polizist, warum er die Schlüssel unter der Laterne suche und nicht da, wo er sie verloren habe, und bekommt zur Antwort: „Weil man unter der Laterne besser sieht!“. ... In der Tat: was man sucht, findet sich nur da, wo es hell ist. ... Dabei kommt es auf zwei Dinge an: den Umfang des Kreises, der das Universum des Forschers bildet, und auf den Geist, von dem die Forschung geleitet wird. Zum letzteren gehört das klare Bewusstsein, dass es außerhalb des Kreises dunkel ist und dass es Lichtquellen gibt, von denen wir bisher nur wenig wissen“.

Montag, 24. September 2007

Ich schreibe Euch zu wenig?? :)

Das kommt daher, dass ich entweder schwer beschäftigt bin, meine Diss zu schreiben (bin übrigens mit den Explorern fertig geworden. Jetzt warte ich auf Rückmeldung von meiner Mama, um dann die Achiever und die Killer - die beide nicht ganz einfach zu definieren sind - anzugehen), oder aber noch schwerer beschäftigt bin mit Burgbesichtigungen.
Ja, wir haben unser altes Hobby wieder aufgenommen.
Letzte Woche waren wir in Pappenheim, gestern auf der Haimburg. Darüber berichte ich ausführlich - wer sich dafür interessiert - auf meinem neuen Blog: http://burgruine.blogspot.com/.
Und jetzt: wieder ab an die Arbeit! :)
LG
moni

Mittwoch, 8. August 2007

Nachrichten aus der Disswelt

Also...
Ich habe beschlossen, jetzt im Juli, August, September einen Großteil meiner Überstunden abzubauen, und sitze dementsprechend daheim und arbeite an der Diss.
Die Diss, die Diss...
Läuft gut, danke der Nachfrage. Hat noch keinen Titel, ich freue mich auf Vorschläge.
Ich glaube ich habe insgesamt 600 Seiten Rohmaterial (darunter 40 Std. Interviews!), die ich auf maximal 250 kürzen möchte.
Zudem hat mir ein Kumpel TeX nicht nur nahegelegt, sondern auch beigebracht. Ich denke, das ist zum Schreiben wirklich die weit bessere Alternative als Word. Wenn ich es denn mal zum Laufen gebracht habe. Zum Korrigieren bleibe ich erstmal bei Word, ohne Korrekturmodus flippe ich ja aus! :)
Habe so gut wie alle Bücher zusammengefasst, so gut wie alle (immerhin 27) Interviews transkribiert, so gut wie alle newsmails der letzten Monate gelesen. So gut wie. ;)
Ein bisschen habe ich noch in den nächsten Tagen zu tun, bevor es so _richtig_ ans Schreiben geht. Aber ich habe diese Zen-Einstellung: wenn's nicht geht, geht's nicht.
Bin hochmotiviert, arbeite praktisch pausenlos von morgens um 9 bis abends um 9. Mal schauen wie lange das hält! :))
Starte Umfrage für Disstitel! ;)
In nächster Zeit dank Schreib-Vermeidungs-Strategien wieder häufiger Posts! :)

Liebe Grüße, geheimnisvolle (vermutlich nicht vorhandene) Leser!
monica