Ja, ja, ich habe es versucht. Nachdem ich mich für Wochen bis Monate aus der Computerspielszene verabschiedet hatte, holt sie mich jetzt doch mit aller Macht wieder ein. Ich war die letzten 2 Wochen wegen einer MandelOP zuhause, und konnte mich nur "virtuell bewegen" (schlimmer: das Wetter war toll, und ich durfte wegen der Sonne und der Hitze kaum raus). Game Developers Conference Europe und Gamescom in Köln, Gamesseite der Piratenpartei, Gründung des Verbands für Deutschlands Video- und Computerspieler: es gab überhaupt keine Möglichkeit, sich dem zu entziehen. Die Meldungen kamen über Twitter fast im Minutentakt rein - und ich stelle fest, dass mich das Thema trotzdem noch interessiert. Na gut. Da bietet es sich auch an, dass der Verlag Kopaed 20 Bücherpakete a 20€ anbietet (das Paket 6, "Computerspiele 1" spricht mich ganz besonders an. Gerade das Buch von Tanja Witting über Transferprozesse ist sehr empfehlenswert). Außerdem ist beim VWH-Verlag der Tagungsband der Leipziger Informatiker Tage (LIT) 2006 und 2007 erschienen, in dem auch ein Beitrag von mir zu lesen ist.
Ich komme also gar nicht drum rum, mich wieder mit dem Thema auseinander zu setzen (auch weil ich sonst an purer Langeweile gestorben wäre).
Ein Schmankerl macht mir diese Auseinandersetzung heute besonders schmackhaft: ich habe mit Hilfe von Wordle Tagclouds von meiner Diss erstellt. Ja, von der kompletten Diss. Das Ergebnis ist nicht nur hübsch, sondern auch sehr interessant:
Ist das nicht wunderschön???
(Hier noch die anderen 3, weil ich mich nicht entscheiden kann, welches am Schönsten ist:)
Dass "Spielen", "Spieler", "spielen", "Spiele" usw. die größten Begriffe sind, versteht sich von selbst. Es gibt nun mal im Deutschen nicht viele Alternativen dazu. "Motivation", "Kompetenz", "Menschen", "Spaß", "Computer", "Leben", klar, macht Sinn. Genau darum gehts ja. Ich frage mich, warum "immer" und "mehr" so häufig sind :) "Sucht" ist verschwindend klein, weil ich meisten den Begriff "Abhängigkeit" bevorzuge. Erstaunlich finde ich, dass die Bartle-Typen "Explorer", "Achiever", "Socialiser" und "Killer" sehr klein ausfallen. "Psychologie" habe ich bisher umsonst gesucht, auch "Bedürfnis" und "Befriedigung" fallen eher klein aus. Es ist ja nicht ganz unproblematisch, dass manche Wörter in ganz vielen verschiedenen schreibweisen auftauchen, wodurch sie klein werden (gerade bei zusammengesetzten Wörtern ist das ein Problem...)...
Aber trotzdem, hübsch ist es nach wie vor...
Freitag, 21. August 2009
Tagcloud
Montag, 20. Juli 2009
Rückschau
Einigen wird schon aufgefallen sein, dass ich mich in letzter Zeit hier ausgesprochen rar mache. Dies hat eine Reihe von Gründen, nicht zuletzt, weil ich meine Disputation letzte Woche abhielt und somit mit der Promotion durch bin. Fertig. Alle. Aus.
Ich habe mich seit der Konferenz in Magdeburg im März diesen Jahres auch ziemlich aus der wissenschaftlichen und medialen Diskussion um digitale Spiele rausgehalten. Es ist meine Zeit, los zu lassen, mich auf meine (bezahlte) Arbeit zu konzentrieren und auch insgesamt zu überlegen, was ich weiter machen möchte.
Ich schließe somit momentan eines der wichtigsten Kapitel meines Lebens ab. Mit allen guten und schlechten Phasen, mit allen Schwierigkeiten und Errungenschaften. Noch ist es aber zu früh, um eine realitätsnahe Rückschau machen zu können.
Was ich jedem soweit mitgeben kann ist: man wächst unglaublich damit, man springt über seinen Schatten und wird mehr dadurch zu einem irgendwie - wenn nicht besseren, dann zumindest - reiferen Menschen. Ich würde (fast) jedem auch eine Promotion empfehlen.
Und damit komme ich auch schon zum heutigen Punkt (Reblog Jan Schmidt):
"Das neu eingerichtete interdisziplinäre Research Center for Media and Communication (RCMC), das die verschiedenen Hochschul-Institute und Forschungseinrichtungen – darunter auch das Hans-Bredow-Institut – aus dem Bereich der Medienforschung in Hamburg bündelt, wird ab dem kommenden Wintersemester auch eine Graduate School anbieten, in der ein strukturiertes Promotionsstudium möglich ist. Dort stehen in der Startphase auch zehn Stipendien (sowie zehn weitere nicht-geförderte Plätze) bereit; wer also über eine Promotion im Bereich der Medienforschung nachdenkt, sollte sich die Webseite der Graduate School “Media & Communication” mal näher ansehen. Bewerbungsfrist für das kommende Semester ist der 31.8."
Wer also nur auf die richtige Gelegenheit gewartet hatte... Sie könnte jetzt da sein! Viel Erfolg!
Dienstag, 21. April 2009
Ein ♥ für Blogs
Schwierige Aufgabe, Lieblingsblogs zu benennen. Mein Reader hat mit den momentan ca. 40 Blogs ja gut zu schaffen. Wie ich auch, um sie alle zu lesen. Viele davon sind eh nicht deutschsprachig und kommen also für "Ein ♥ für Blogs" nicht in Frage.
Ich nehme mir einfach die Kategorie "Computerspiele und Medien" vor, die passt auch thematisch am Besten hier rein.
Digitale Welten, von Christian Roth, Psychologe und Doktorand in Amsterdam. Hat seine Diplomarbeit schon über GTA geschrieben, wir laufen uns immer wieder über den Weg und teilen einige Ansichten - wenngleich nicht alle. :)
Gedankensplitter, von Michael Grunewald von der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Spieler, sehr engagiert, organisiert zahlreiche Informationensveranstaltungen. Der Blog wird eher sporadisch aktualisiert.
bildungstechnologie.net/, Blog des Departments für interaktive Medien und Bildungstechnologien der Donau Universität Krems.
Computer Games Studies, Blog der Wiener Computerspielforschung - häufig aktualisiert, sehr interessante Themen.
Medienforschung und Erwachsenenbildung, Blog von Herrn Prof. Johannes Fromme (Uni Magdeburg), der auch die Tagung Game Cultures im März 09 ausgerichtet hat.
Schmidt mit Dete, Blog von Jan Schmidt, Senior Scientist am Hans-Bredow-Institut in Hamburg. Sehr hohe wissenschaftliche Dichte, interessante Publikationen, Calls for Papers, Berichte aus Tagungen, etc.
Nicht deutsprachig, aber aus meiner Blogliste nicht mehr weg zu denken:
der Qblog (You haven't lived until you have died in a MUD) von Richard Bartle, Associate Professor in Essex und Spielentwickler. Dass ich seine Fan bin ist schon länger bekannt, aber wer den Blog liest, versteht das schnell. Er schreibt über Nichtigkeiten und über Tiefgründiges, hat dabei einen so urkomischen Schreibstil, dass selbst das Nachdenken lustig wird.
Und weil er thematisch hier nicht reinpasst, ich ihn aber trotzdem erwähnen möchte: Christian Beer, seines Zeichens Französischlehrer und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Hamburg. Promoviert über “Emotionales Erleben im Fremdsprachenunterricht am Ende der Sekundarstufe I - eine Längsschnittuntersuchung”. Bloggt aber auch viel über Garten, Software, Organisation und Management. Wird nur zitiert weil ich durch ihn von dieser Aktion "Ein ♥ für Blogs" erfahren habe.
PS. Für weitere Hinweise über Blogs, die hier reinpassen würden, bin ich dankbar!!
