Unter diesem provokativen Titel möchte ich meine Diss bekanntmachen.
So ganz 100% sauber ist der Titel noch nicht, aber als Arbeitstitel passt er mir gut - zumal er wirklich darstellt, worum es in der Arbeit geht.
Warum soll ein Mensch sich überhaupt die Mühe geben, sich in seinem Leben abzurackern, um seine Bedürfnisse - oft in auch nur unzureichender Form - abdecken zu können, wenn er das im Spiel viel effektiver kann?
Selbst wenn Hr. Schlendrian da anderer Meinung ist - ich denke, die Evolution weiß, warum wir so geschaffen sind, wie wir sind. Das Problem ist, dass wir, mit dem bestmöglichen Werkzeug ausgestattet, um in der freien Wildbahn zu überleben, in einer Gesellschaft landen, in der das nicht mehr nötig ist.
Ich denke, wir werden bald dieser neuen Gesellschaftsform angepasst sein - keine Muskeln mehr haben, sondern riesige Köpfe und Außenskelette, um das ganze Sitzen überhaupt zu überleben - aber bis dahin müssen wir mit teilweise nicht ganz optimierten Zwischenergebnissen leben. Selbst wenn diese Internet- oder Spielabhängigkeit heißen...
Donnerstag, 22. November 2007
Warum leben wenn man stattdessen spielen kann?
Sonntag, 18. November 2007
Pädagogisch wertvolle Spiele
Im Grund wollte ich dazu nichts mehr schreiben, aber ich sehe mich gezwungen.
Thomas Wanhoff regte sich gerade über den angedachten deutschen PC-Spielpreis auf, und dass niemand die wird spielen wollen.
Stimmt.
Und warum nicht?
Weil unsere Welt komplett abgesättigt ist von pädagogisch Wertvollem.
Das Fernsehprogramm ist pädagogisch wertvoll, Schule sowieso, das ganze Nachmittagsprogramm von Musikinstrumenten und Sport und Töpfern und was weiß ich was unsere Kinder noch alles machen ist pädagogisch wertvoll.
Was dabei beinah lustig ist: wir denken, dass wir mit unserem pädagogisch Wertvollen wissen, was wir tun, aber wir wissen es gar nicht.
Es kann sein, dass diese ganzen Van-Gogh- und Mozart- und Einstein-DVDs unglaubliche Nebenwirkungen bringen. Bspw. dass Kinder immer schlechter 3D erkennen können, ihre Reaktionsfähigkeiten verkümmern und sie in einer natürlichen Umgebung überhaupt nicht mehr lebensfähig sind.
Das ist natürlich nicht wichtig, solange unsere hochkomplexe postmoderne und technikgestütze Zivilisation überlebt. Aber wenn die mal Hops geht, dann werden wir sehen, was unsere vielen Sprachen und die super hohen Intelligenztests gebracht haben.
Was ich sagen will: ein bisschen freier Raum sollte für Kinder und Jugendliche noch vorhanden sein. Es muss nicht alles immer pädagogisch (das ist eine so unglaublich arrogante Haltung, zu denken, wir wissen besser als die Natur, was für die Entwicklung gut und sinnvoll ist) wertvoll sein. Es darf auch mal verdreckt und spaßig und einfach sinnlos zugehen.
Lernen ist toll, aber Spaß entsteht nicht umsonst. Spaß, Lust und Freude sind die stärksten Mechanismen der Natur, uns zu zeigen, dass wir etwas Gutes und Sinnvolles tun...
Bonn und Erlangen und Zürich und Leipzig und Bonn...
Das was sich wie die Liste der Winterangebote der deutschen Bahn liest ist tatsächlich mein Reiseplan für die nächsten 4 Wochen.
5 Reisen in 4 Wochen bedeutet auch, dass ich in dieser heute anfangenen Woche 3 Tage in Bonn und 2 in Erlangen verbringe. Am Wochenende ist mein Geburtstag und die Wohnungseinweihung.
Nächste Woche geht es ab nach Zürich, am Wochenende ist Singgruppe - da freue ich mich jetzt schon wie eine Schneekönigin.
Die Woche drauf gebe ich Do-Fr mein Zeitmanagement und Stressbewältigungskurs, am Samstag fahre ich zur LIT nach Leipzig - vorausgesetzt sie können meinen für den Fr. vorgesehenen (übrigens angenommenen!) Vortrag auf Samstag umplanen! Ich denke aber, dass das keine weiteren Schwierigkeiten bringen wird.
Am Dienstag drauf (11.12) fahre ich nach Bonn, komme erst am Fr. wieder.
Am 15.12 feiern wir dann den Abschied meines Vorgesetzten, der sich in eine Art Ruhestand begibt (er kann nicht wirklich aufhören zu arbeiten ;) ).
Die Woche drauf bin ich komplett mit der bayerischen Eliteförderung beschäftigt, damit die Anträge bis zum 21. Dez nach München kommen.
Tja, und dann?? Ja, dann ist Weihnachten.
Die nächsten 2 Wochen bin ich dann "zu Hause" (erste Woche in Kassel bei Schwiegermama, 2. Woche zu Silvester bei "Valuri" in der Schweiz).
Danach wird es ruhig, ganze 2 Wochen lang. Dann Bundesarbeitskreis der EU-Referenten, Treffen der Forschungsreferenten in Kassel... Und der Februar ist auch schon rum.
Warum ich erzähle ich das nun alles?
Naja, wegen des Zeitplans: wenn meine Mama zu meiner Disputation da sein sollte, sollte ich die Diss bis Ende Januar abgeben (weil sie im April in Dt. ist, und zwischen Abgabe und Disputation 4 Monate und 1 Woche liegen). Bis auf die Zeit, in der ich derzeit im Zug sitze und ganz fleißig lese, weiß ich aber nicht, wann ich überhaupt was wegen der Diss machen sollte! :)
Ganz zu schweigen von einer wichtigen Erkenntnis: meine Diss ist äußerst deskriptiv. Ich beschreibe und beschreibe und zitiere und benenne. Was eigenes ist aber kaum dabei. Und das muss sich ändern. Die Diss muss Seele kriegen.
Und Ihr werdet lachen, aber die Grundlage für die Seele meiner Diss sind genau solche Diskussionen, wie die mit Andreas und die mit Valuri (die ich hier gepostet habe), die aber ständig mit einer handvoll Leuten ständig über Skype, gmail, ICQ usw. läuft.
Ich kann zwar denken - aber als gute Socializerin nicht alleine! ;)
